Unterricht ins Theater verlagert

 

Für die Klassen 8 bis 10 der Regionalen Schule fand der Unterricht am 2. März 2007 nicht im Schulgebäude statt. Geschlossen gingen die Schülerinnen und Schüler ins Dorfgemeinschaftshaus Hahnstätten um die groteske Komödie "Die Physiker" des Schweizer Schriftstellers Friedrich Dürrenmatt auf der Bühne zu sehen.

Im Stück Dürrenmatts geht es um die Frage der Verantwortung in der Wissenschaft. Die Handlung spinnt sich um die zentrale Aussage, dass Gedachtes oder Entdecktes nicht zurückgenommen werden kann. Wissenschaftliche Erkenntnisse, so Dürrenmatts Botschaft, können nicht geheim gehalten werden und geraten immer auch in falsche Hände.

Zur Darstellung dieser Problematik lässt Dürrenmatt den vermeintlich verrückten Physiker Möbius, der sich in einer Irrenanstalt befindet, behaupten, ihm erschiene König Salomo.


 

Er ist jedoch nicht verrückt, sondern spielt nur den Irren um die Menschheit vor den möglicherweise schrecklichen Folgen seiner genialen Forschungen zu schützen.


 

Am Ende des Stückes tritt jedoch alles ein, was Möbius mit allen Mitteln zu verhindern suchte.

Fräulein von Zahnd, die Besitzerin des Irrenhauses, ist die einzig tatsächlich verrückte Person im Haus. Sie hat sämtliche Aufzeichnungen von Möbius bereits vor der Vernichtung kopiert und schlägt nun daraus riesige Gewinne ohne zu bedenken, welche große Gefahren in den Technologien liegen, die die ganze Menschheit vernichten könnten.

 

Für die Dauer der Vorführung herrschte im Saal des Dorfgemeinschaftshauses absolute Stille. Die Schülerinnen und Schüler verfolgten das Stück, das für die Jugendlichen sicherlich keine leichte Kost war, konzentriert und aufmerksam.