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Abschlussfahrt der Klasse 9a und 9c

Segeln auf dem Ijsselmeer

 

Am 29. Mai trafen wir uns um 3.30 Uhr um unsere heiß ersehnte Abschlussfahrt, einen Segeltörn auf dem Ijsselmeer/Niederlande, zu beginnen. Nach einer recht amüsanten Verstauaktion aller Gepäckstücke und Lebensmittelkisten fuhren  wir endlich gegen 4.30 Uhr los und kamen nach einer  sechsstündige Busfahrt, die viele  nutzten, um ihren Schlaf nachzuholen, in Enkhuizen an . Unsere beiden Schiffe „Johanna Engelina“ (Klasse 9c) und „La Boheme“ (Klasse 9a) konnten sofort bezogen werden. Das Gepäck war recht schnell in den Kabinen verstaut, wobei es daraufhin schon recht schwierig wurde, sich in der Kabine zu bewegen. Als Ausgleich standen aber sehr schöne Aufenthaltsräume zur Verfügung. Bevor es aufs Wasser ging, sprachen die beiden Skipper  Laurens und ... mit Frau Danowski und Herrn Hennen ab, welche Häfen angefahren werden sollten. Außerdem  bekamen wir neben unseren Aufgaben auf dem Schiff alle Sicherheitshinweise und beide Maats vorgestellt. Steffen, der Maat der Johanna Engelina, war sogar ein „rheinland-pfälzischer Bub“.

 

 

Während wir zunächst mit Motor  aus dem Hafen hinausfuhren,  wurden wir vom Maat in die Schiffssprache eingewiesen: Fender, Schot, Klüver,  Besan-, Fock- und Großsegel. Danach durften wir die Fender einholen und die Abdeckungen von den Segeln entfernen. Anschließend ging es ans Segel setzen. Dazu brauchte man sehr viel Kraft und oft musste der Maat uns unterstützen. Um der ungewöhnlichen Kälte zu trotzen zogen alle, die sich an Deck aufhielten, möglichst viele Kleidungsstücke übereinander, die anderen verschwanden in der wohligen Wärme unter Deck. Windstärke 7 ließ einige recht blass in der Ecke sitzen, manche „fütterten die Fische“, aber der Großteil hatte seinen Spaß mit Wind und Wasser oder Karten spielen. Nach vier Stunden waren wir kurz vor unserem Zielhafen Makkum,  deshalb mussten die Segel eingeholt und wieder ordentlich verpackt werden. In Makkum trafen die  beiden Klassen wieder zusammen, es gab viel zu erzählen. Nun mussten die Kochgruppen an die Arbeit, die anderen hatten freie Zeit bis zum und nach dem Essen. Um 22 Uhr mussten alle wieder an Bord sein und eine Stunde später ging es in die Betten.

Am nächsten Morgen gab es um 8.00 Uhr Frühstück, um 10 Uhr ging es bereits los Richtung Texel. Zunächst mussten wir eine Schleuse passieren, dann hieß es Rettungswesten anziehen, weil die Windstärke nochmals zugenommen hatte. Auf dem offenen Meer wurden Segel gesetzt, was nun schon besser klappte. Allerdings wurden diejenigen, die sich um das Focksegel kümmern mussten, von einer Welle völlig durchnässt. Später erwischte es auf der „Johanna Engelina“ sogar Frau Danowski und Herr Lieber. Das Schiff hatte an diesem Tag eine Schieflage von ca. 40°, unter Deck fiel vieles von den Tischen, das Wasser war durch die Bullaugen zu sehen und viele dachten, das Kentern sei nahe. Aber wir erreichten dann doch glücklich Oudeschild auf Texel. Auch hier hatten wir freie Zeit oder mussten kochen und sauber machen bis wir in die Betten geschickt wurden.

 

Für den nächsten Tag war Segelpause angesagt, zu Fuß ging es nach de Koog ins Schwimmbad oder in das Informationszentrum „Eco Mare“, das zugleich eine Seehunde – und Vogelaufzuchtsstation ist. Der gemeinsame Besuch einer Discothek in Den Burg ließ die vielen gewanderten Kilometer schnell vergessen.

Nach einer kürzeren Nacht hieß es Abschied nehmen von Texel, es ging zurück zum Ijsselmeer. Glücklicherweise war der Wind nicht so stark wie die Tage zuvor, aber da wir viele Wenden fahren mussten, hatten wir viel zu tun. Allerdings erreichten wir Medemblick bereits um die Mittagszeit. Medemblick gefiel uns sehr gut mit seinen kleinen Häuschen und Kanälen und es wurde auch recht bald eine Disco gefunden, die ein Teil der beiden Klassen am Abend mit Frau Danowski und Herr Hennen besuchte. Die anderen Schüler hatten bis um 22.00 Uhr  freie Zeit, die viele mit Frau Glaßer und Herrn Lieber auf den Schiffen verbrachten.

Schon war der letzte Tag gekommen, das große Reinemachen stand an. Es wurde gesaugt, geputzt und geschrubbt. Zwar merkte man, dass einige noch nie einen Putzlappen in der Hand hatten, aber man half sich gegenseitig, so dass hinterher alles strahlte. 

Bei Sonnenschein segelten wir dann Enkhuizen an und es hieß Abschied nehmen. Zwar freuten sich viele auf zu Hause, aber alle waren sich  einig: es war die beste Klassenfahrt, die sie je erlebt hatten und die die Klassengemeinschaft zum Abschluss noch einmal im besonderen Maße gestärkt hat.