„Mit Musik geht alles besser“
Zu einem Informationsnachmittag hatte die Realschule plus Hahnstätten in den Mehrzweckraum der Schule eingeladen.
Thema war die Vorstellung des Projektes „Klassenmusizieren mit Blasinstrumenten“, besser bekannt als „Bläserklasse“ in den Klassenstufen 5 und 6.
Die aus Nordamerika stammende Art des Musikunterrichts wird seit Mitte der Neunziger Jahre in Deutschland in angepasster Form umgesetzt und praktiziert. Musizieren in der Bläserklasse ist eine Lernmethode, die den Musikunterricht in der Schule lebendig und interessant gestalten kann. Mit einem anschaulichen Musikvideo über die Bläserklasse der IGS Mainz und der anschließenden Präsentation konnte der künftige Leiter der Bläserklasse an der Realschule plus Hahnstätten, Dieter Wick, zahlreiche interessierte Eltern und ihre Kinder von dieser „klasse Idee“ begeistern und überzeugen. Er informierte über Organisation, Aufbau und Durchführung der Bläserklasse, die in enger Zusammenarbeit mit der Landesakademie Rheinland-Pfalz und der Uni Mainz, Hochschule für Musik, stattfindet.
Die Bläserklasse ist nach dem Vorbild eines sinfonischen Blasorchesters besetzt. Vom ersten Takt an wird in den Musikstunden gemeinsam im Klassenverband musiziert. Alle Schülerinnen und Schüler einer Bläserklasse erlernen in den beiden Jahren ein Blasinstrument nach ihrer eigenen Neigung, zum Beispiel Querflöte, Klarinette, Saxophon, Trompete, Posaune, Euphonium oder Tuba.
| ||
![]() | ![]() | |
Bei einer Bläserklasse stehen die Freude am Musizieren, das Musikerleben in der Gemeinschaft und die Stärkung des Selbstwertgefühls im Mittelpunkt. Sie fördert aber auch das Sozialverhalten. Die Schülerinnen und Schüler üben nicht nur Töne, sondern im gemeinsamen Musizieren auch Rücksicht und Verantwortung, Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft. Insofern leistet das aktive Musizieren auch einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern. Die Motivation und Konzentration jedes Einzelnen wird durch das Musizieren in der Gruppe gefördert. Das hat auch Auswirkungen auf das Klassenklima: Die Kinder identifizieren sich noch stärker mit der eigenen Gruppe. Voraussetzung sind natürlich Freude an der Musik und Spaß am Musikmachen und das notwendige tägliche Üben auf dem Instrument. Schließlich geht es nicht um Konkurrenzstreben, sondern um ausgeprägtes gemeinschaftliches Musizieren.
Bruno Schmidt, engagiertes Mitglied im Projektteam „Projekt Bläserklasse“ konnte aus eigener Erfahrung berichten und die Erfolge mit dieser Art des praktischen Musizierens mit Blasinstrumente bestätigen. Dank seiner Unterstützung, er hatte die vorher genannten Instrumente alle mitgebracht, konnte die anwesenden Kinder gleich jedes Instrument ausprobieren. Mit viel Interesse und Freude, unterstützt durch den Fachmann, konnten gleich schon „brauchbare“ Töne erzeugt werden. Der eine oder andere hatte „sein“ Instrument(e) bereits gefunden!
27.02.2011
| ||